Darauf kannste Gift nehmen - oder lieber nicht?

Vergiftungsrisiken im Frühjahr: Darauf sollte Sie achten, um Ihre Lieblinge zu schützen.

Liebe Tierbesitzer,

der Frühling hält Einzug, die Temperaturen steigen und die Natur beginnt zu explodieren. Beste Voraussetzungen für die neue Gartensaison. Das denken sich auch Schnecken, Nager oder andere Schädlinge. Sie können es kaum erwarten Gartenbesitzer zu ärgern und sich über das zart sprießende Grün auf dem Gartenbeet herzumachen.

Um diese unliebsamen Gäste wieder loszuwerden, kommen sehr oft Giftköder (bspw. Schneckenkorn) zum Einsatz. Doch Vorsicht: Werden diese Schädlingsbekämpfungsmittel von Ihrem Haustier gefressen, kann es sehr schnell gefährlich werden! Diese hochwirksamen Giftstoffe können eben auch bei Hund und Katze – und das schon in kleinen Mengen – zu schweren Krampfanfällen oder Blutungsstörungen bis hin zum Tod führen. Ähnlich verhält es sich mit Düngemitteln. Diese sollten ebenfalls mit Bedacht eingesetzt und gut verschlossen gelagert werden. Die für Pflanzen wichtigen Mineralien und Spurenelemente können bei unseren vierbeinigen Freunden akut lebensbedrohliche Störungen im Stoffwechsel hervorrufen.

Wichtig für Sie: Sollte Ihr Tier Schädlingsbekämpfungs- oder Düngemittel aufgenommen haben, kommen Sie bitte umgehend in die Klinik. Innerhalb von ein bis maximal zwei Stunden nach der Aufnahme können wir durch Herbeiführen von Erbrechen versuchen, den Übergang der Giftstoffe in den Körper weitestgehend zu verhindern. Liegt die Giftstoffaufnahme länger zurück, wird eine intensive, stationäre Therapie - mit teilweise ungewissem Ausgang - notwendig.

Helfen Sie mit, die Gesundheit Ihres Haustieres zu schützen und achten Sie auf den richtigen Umgang mit Schädlingsbekämpfungs- und Düngemitteln.

Ihr Klinikteam

KLINIK-NEWS

28. April 2021